Projekt
Das Verbundvorhaben „Migrantinnen und Migranten als Wirtschaftsakteure in Sachsen“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ unter dem Förderkennzeichen IIAGESF-E003-SN-006 gefördert.Ausgangssituation
Die Entwicklung wirtschaftlicher Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten ist überdurchschnittlich höher als bei deutschen GründerInnen. Zunehmend zeigt sich, dass auch in Sachsen insbesondere in den Ballungszentren Chemnitz, Dresden und Leipzig (höchster Anteil an Migranten mit ca. 3-9 Prozent der Bevölkerung) die Selbstständigkeit der Personen mit Migrationshintergrund zunimmt.Untersuchungen zur Situation von Selbstständigen mit Migrationshintergrund in Chemnitz bzw. in Leipzig ergaben, dass es unter diesen Personen erhebliche Wissensdefizite zur eigenen wirtschaftlichen Situation und unternehmerischen Wirksamkeit sowie zur Einbindung in die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Region gibt.
Ansatz und Nachhaltigkeit
Das Vorhaben „Migrantinnen und Migranten als Wirtschaftsakteure in Sachsen“ entwickelt erfolgreiche Ansätze aus den XENOS-Projekten „Dienstleistungs- und Förderzentrum für Selbstständige mit Migrationshintergrund“ (Chemnitz) und „IQ-QUADRAT Integrative Qualifizierung im Internationalen Quartier Leipziger Osten“ (Leipzig) weiter.Es konzentriert sich bewusst auf die Phase in der Unternehmensentwicklung, die an eine Existenzgründung anschließt und auf die Stabilisierung der Unternehmen und die Sicherung ihrer Geschäfts- und Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet ist. Dabei sollen nach Möglichkeit alle Dimensionen berücksichtigt werden, die für das Unternehmertum von Migrantinnen und Migranten bedeutsam sind.
Es werden Interkulturelle Beratungsteams aufgebaut, um die Vertrauensbasis in der Beratung und Betreuung zu stärken und die Belange der selbstständigen Migrantinnen und Migranten besser zu berücksichtigen. Ein besserer Zugang zu Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationserfahrung soll dazu führen, sie u. a. an Stadtentwicklungsprozessen zu beteiligen (Empowermentansatz). Zugleich sollen ihnen Kenntnisse zur Landes- und Wirtschaftskultur nähergebracht werden, um ein besseres Verständnis des lokalen Marktes und seiner Kundenmentalitäten zu erreichen.
Zielgruppe
• Migrantinnen und Migranten, die als selbstständige EinzelunternehmerInnen tätig sind• Führungskräfte und Beschäftigte mit Migrationshintergrund




