Angebote und Projekte am Standort Dresden
NetzwerkarbeitAus den Arbeitskontakten seit Vereinsgründung hat sich ein regionales Netzwerk an Kooperationspartnern aus Gründungs- und Integrationsakteuren entwickelt, das stets weiter wächst und neue Partner einbindet. Über das Thema „Unternehmertum“ hinaus wurden Transferbedarfe deutlich (z. B. Berufsbezogenes Deutsch, Beratung, Kompetenzfeststellung, Interkulturelle Öffnung usw.), die 2007 über „Leipzig Transfair“ durch Fachgespräche, Regionalworkshop, Netzwerkgespräche bedient werden konnten.
Diese Transferarbeit setzt sich im IQ-Netzwerk seit 2008 als Transferprojekt Sachsen im InBeZ-Kompetenzzentrum fort. Dieses ist mit Transferprojekten in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Saarland neben der Orientierung auf das Handlungsfeld Existenzgründung ein Zentrum für die Übertragung ausgewählter Modelle aus allen IQ-Handlungsfeldern in regionale und überregionale Strukturen. Dabei stehen folgende Ansätze der Transferarbeit im Vordergrund:
- die arbeitsmarktpolitische Ausrichtung des Handlungsfeldes Existenzgründung weiter entwickeln und die Qualität der Gründungsunterstützung befördern
- die Partizipation der Zielgruppe über Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen stärken
- den Transfer ausgewählter Ansätze/Instrumente in lokale und Regelstrukturen organisieren
Transferarbeit
Das Transferprojekt Sachsen fokussiert sich vorrangig auf die Regionen Zwickau/Chemnitz und Dresden. Der Auftrag richtet sich auf die Übertragung erfolgreicher Instrumente, Methoden und Modelle aus den Handlungsfeldern Existenzgründung, Beratung, Kompetenzfeststellung, Qualifizierung, Berufsbezogenes Deutsch und Interkulturelle Öffnung, die von sechs so benannten bundesweiten Facharbeitskreisen getragen werden (EXIS ist Mitglied im Facharbeitskreis Existenzgründung).
In der sächsischen Arbeit wurde Fokus auf folgende Zielstellungen gelegt:
- Beförderung des 4+1 Phasen-Modells als Standard in der Gründungsunterstützung auf lokalen und regionalen Ebenen,
- Verbesserung der Zielgruppenwahrnehmung, -einbindung und -integration in Sachsen durch Sensibilisierungsaktivitäten auf den Ebenen der Zielgruppe und der Multiplikatoren,
- Transfer und Verstetigung von Good-Practice-Ansätzen und Instrumenten.
- der „Zwickauer Impuls“,
- die Unterstützung bei der Fortschreibung des „Integrationskonzeptes Stadt Dresden“,
- die Mitwirkung im „Interkulturellen Arbeitskreis des Landkreises Zwickau“ oder auch
- die Begleitung bei der Umsetzung und dem Transfer von Weiterbildungen wie dem IHK-zertifizierten „Sprachmittlerlehrgang“
Aus diesen Tätigkeiten heraus entwickelte sich für EXIS ein weiterer Aktionsbereich, der sich mit der mittelbaren und unmittelbaren Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt und zukünftig in die Sächsische Initiative Migration und Arbeitswelt (SIMA) münden soll.
Beratung und Weiterbildung
Im Rahmen des XENOS-Projektes MigraSAX konzentriert sich EXIS über das Programm „ExisCoach Verbesserung der unternehmerischen Kompetenzen von Selbstständigen mit Migrationshintergrund“ auf die Analyse, Beratung, Qualifizierung und Vernetzung von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie unterstützenden Akteuren (Interkulturelles Beratungsteam). Dies wird wie folgt realisiert:
- Erstgespräch zur Vorstellung des Projekts, der Ziele und Inhalte, Feststellung der aktuellen Situation (Interview, RE_SET-Fragebogen, Gruppengespräche, Feststellung der individuellen Bedarfe (erster Überblick), Vorstellung der weiteren Aktivitäten (Seminare, Einzelaufgaben)
- Seminare und Workshops zu Themen wie Geschäftsfeld: Definition, Erweiterung, Aktivitäten, Markt (Potential, Kunden, Mitbewerber, Marketing), Kundenbeziehungen und Kommunikation mit Partnern, Wirtschaftsstrukturen, Institutionenwissen und Formalitäten, Analyse der wirtschaftlichen Situation über Finanzcontrolling, Begriffe und Rahmenbedingungen im buchhalterischen und steuerlichen Bereich. In den Seminaren sind interkulturelle Aspekte und die Verbesserung der deutschsprachlichen und kommunikativen Kompetenzen eine zentrale Querschnittsaufgabe
- Bedarfsgerecht erfolgen parallel individuelle Termine zur unternehmerischen Entwicklung bzw. zu Fachthemen/-aufgaben
- Im Auswertungsgespräch wird ein Kurzgutachtens besprochen (Auswertung der Situation und Ableitung von Konsequenzen, ggf. Definition der weiteren Schritte und Ergebnisse), ggf. Weiterleitung des Kurzgutachtens an Dritte (z.B. ARGE)
- Bei positiven Entwicklungsaussichten: weitere individuelle Betreuung im Projekt über Seminare, Coaching auf Grundlage des Kurzgutachtens und der darin festgelegten Schritte




